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Sinn und Zweck der Seite

Diese Seite soll der Jägerschaft und der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich über aktuelle Thematiken zu informieren, die nicht von so großer Bedeutung sind, dass sie auf der Startseite dargeboten werden, aber nicht von weniger lokaler Aktualität.





2010-06-23 Natur: Vergessen?

(Bonn / DJV) Innerhalb weniger Jahre hat das Naturbild der jungen Generation gravierende Veränderungen erfahren: Für viele geht die Sonne inzwischen im Norden auf, Hühner legen drei Eier am Tag, Kühe haben elf Zitzen, aus dem Hirsch ist ein Reh und aus dem Kitz ein Kid geworden. 3.000 junge Menschen im Alter von 11 bis 15 Jahren hat Dr. Rainer Brämer, Natursoziologe an der Universität Marburg, in sechs Bundesländern befragt. Im sechsten Report seit 1997 haben die Jugendlichen über 150 Fragen zum Naturverständnis beantwortet. Unterstützt wurde er dabei vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV), dem information.medien.agrar e.V. (i.m.a.) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).

„Dank Hollywood geht vielen Jugendlichen ‚Tyrannosaurus rex’ flüssiger über die Lippen als ,Rehkitz’, das auch mal schnell zum Hirschling wird“, so DJV-Präsident Jochen Borchert. Es sei erschreckend, dass jeder zweite Befragte den Nachwuchs des Rehbocks einem entfernten Verwandten, dem Rothirsch, untermogeln wolle.

Insgesamt nehmen an diesen Aktionen jährlich mehrer hunderttausend Kinder und Jugendliche teil – aber immer noch zu wenig, wie die Ergebnisse der Studie zeigen. Alle Verbände sind sich darin einig, dass die Aktionen weiter ausgebaut werden sollten. „Wir müssen das immer abstrakter werdende Naturbild bei Jugendlichen umkehren. Sonst scheitern wir mit der Zukunftsaufgabe Nachhaltigkeit“, sagte Dr. Rainer Brämer

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2010-04-16 Bundesprogramm Wiedervernetzung kommt

(Bonn / DJV) Noch in diesem Jahr werde die Bundesregierung das „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ verabschieden, kündigte Bundesumweltminister Norbert Röttgen Mitte April auf der Veranstaltung „Den Tieren eine Brücke bauen“ in Berlin an. Damit werden erstmals wichtige Grundlagen geschaffen, um Lebensräume von Leitarten des Naturschutzes wie dem Rothirsch wieder systematisch zu verbinden. „Biologische Vielfalt ist unsere ökologische und ökonomische Lebensgrundlage“, betonte Röttgen. Querungshilfen sollen hierfür Konfliktpunkte von tierischen Wanderrouten und Straßen entschärfen. In der Prioritätenliste finden sich 122 Projekte erster Ordnung und rund 30.000 sekundäre Stellen, an denen die Durchlässigkeit des Straßennetzes für Tiere künftig verbessert werden muss.

Vor rund 200 Teilnehmern und über einem Dutzend Journalisten unterstrich DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit des Bundesprogramms und machte auf die zahlreichen Jäger-Projekte der letzten 8 Jahre aufmerksam, die dessen Grundlage bilden. Dr. Bethe wies auch auf die Notwendigkeit einer integrierten Raumplanung hin: „Was helfen Grünbrücken, wenn sie nach einigen Jahren in Industriegebiete oder Mais-Monokulturen führen?“

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2010-03-04 Schlaraffenland am Straßenrand

(Bonn / DJV) Beinahe jeder Mensch hat das schon einmal erlebt: den plötzlichen Heißhunger auf etwas Süßes oder Herzhaftes. Meist ist dann der Kühlschrank Retter in der Not. Rehe und andere Pflanzenfresser verspüren im Frühjahr ein Verlangen auf Salziges und finden, Winterdienst sei dank, genug davon am Straßenrand. Mit dem anstehenden Fellwechsel, baldigen Geburten und Geweihaufbau wächst nämlich bei den Pflanzenfressern der Bedarf an Mineralien. Zudem locken nach dem harten Winter die ersten grünen Triebe, die lange Fastenzeit ist vorbei. Und so halten sich Rehe vermehrt in Fahrbahnnähe auf oder wechseln über die Straße. Ein erhöhtes Risiko für Tier und Mensch, so informiert der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV). Umsichtige Fahrweise ist deshalb jetzt besonders wichtig.

Durchschnittlich bringen die Winterdienste rund 1,8 Millionen Tonnen Streusalz im Jahr auf deutschen Straßen aus, nach den vergangenen Monaten ist die Tendenz steigend – ein wahrer Leckerbissen für Reh, Schwein und Co. Im Regelfall decken die Tiere ihren Mineralienbedarf über die als Unkraut verschrienen Wildkräuter. Von Menschen angebaute Feldfrüchte sind weniger attraktiv für Wild, so dass es mancherorts zu Mineralmangel kommen kann. Während der Vegetationsperioden bringen Jäger von daher verstärkt Salzlecksteine im Wald an, um eine passende Mineralversorgung des Wildes zu sichern.

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2010-02-10 Starke Frau zu Gast bei der Monatsversammlung

(gfbv / Göttingen) Christina Haverkamp kämpft für die Yanomami, weil ihnen Besitz und Fortschrittsdenken fremd sind, weil sie schonend mit den Ressourcen ihres Landes umgehen und in Harmonie mit der Natur leben: Wir können einiges von ihnen lernen. So knapp wie der Rezensent eines ihrer Vorträge kann man zusammenfassen, welche Motivation Christina Haverkamp nun seit mehr als 10 Jahren antreibt, oft unter Risiko für Leib und Leben, für die Yanomami im Amazonasregenwald Brasiliens zu kämpfen. Die Yanomami - Indianer sind eines der letzten noch ursprünglich lebenden Ureinwohnervölker der Erde. Doch ihre Existenz ist noch immer bedroht. Das Projekt Calha Norte, mit dem die Regierung Brasiliens ihre Grenzen nach Norden absichern will, bringt ihre Landrechte erneut in Gefahr und auch die illegalen Goldsucher sind weiter aktiv. Am 4. Dezember 2000 erhielt das Bundesbüro der Gesellschaft für bedrohte Völker die Nachricht aus Boa Vista, dass erneut Goldsucher ins Yanomami-Gebiet eindringen. Mit Booten und Kanus gelangen sie von Boa Vista über den Fluss Mucujai ins Indianer-Gebiet. Die Goldsucher zerstören durch ihre rücksichtslosen Schürfmethoden das empfindliche Ökosystem im Regenwald und sie schleppen Krankheiten ein. Erst durch ihre Invasion breitete sich unter den Yanomami die Malaria dramatisch aus.

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2010-01-08 Wildschwein vermutlich Infektionsquelle: Aujeszkysche Krankheit beim Jagdhund

Magdeburg (aho) – Am 29.12.2009 wurde bei einem Jagdhund im Landkreis Wittenberg die Aujeszkysche Krankheit (AK) amtlich festgestellt. Dies ist nach 1997 die erstmalige Feststellung dieser anzeigepflichtigen Tierseuche bei einem Haustier in Sachsen-Anhalt. Der Hund hatte bei einer Gemeinschaftsjagd Aufbruch von einem Wildschwein gefressen, erkrankte an typischen Symptomen und wurde am Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) in Stendal mit positivem Ergebnis auf AK untersucht. Das Agrarministerium von Sachsen-Anhalt hat Schweinehalter am Montag zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, um die Ausbreitung der virusbedingten, fieberhaften Erkrankung zu verhindern.

Die AK ist eine anzeigepflichtige, virusbedingte, akute, fieberhafte Tierseuche, die vor allem bei Schweinen (Hauptwirt) vorkommt. Bei anderen Tierarten (Wiederkäuer, Hund, Katze, andere Fleischfresser) verläuft diese Infektion des Zentralnervensystems immer tödlich (Endwirte); sie scheiden das Virus nicht aus und verbreiten die Krankheit nicht weiter. Das Virus (Herpesvirus) kann abhängig von der Temperatur längere Zeit in Fleisch, Urin, Mist, Boden überleben. Deshalb sollte rohes Schweinefleisch auf keinen Fall an Hunde und Katzen verfüttert werden.

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